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Am Freitag, 10.03.2017 haben zehn Jungen und Mädchen aus der dritten und vierten Klassenstufe der Grundschule Großbettlingen ihre Beauftragung zum Großbettlinger Pausenadler erhalten. Bür­germeister Fritz lag es sehr am Herzen, diese Auszeichnung persönlich vorzunehmen. Er lobte die Schülerinnen und Schüler für ihr Engagement, im schulischen Alltag Verantwortung übernehmen zu wollen. Neben ihrer per Urkunde verliehenen Beauftragung und ihrem persönlichen Pausenadler-Ausweis erhielt jedes Kind als An­erkennung ein kleines Präsent von der Gemeinde. In diesem Zuge wurde Bürgermeister Fritz zum Ehren-Pausenadler mit persönlichem Ausweis ernannt, da auch er mit verantwortlichem Adlerblick einen Beitrag für gutes Miteinander an der Schule und damit auch für eine schöne Pause leistet.Der Ehrung im Rathaus ging eine mehrwöchige Ausbildung mit außerordentlichem Einsatz der Kinder voraus. So fanden die Trainings-Einheiten nicht während des Unterrichts statt, sondern die Schüle­rinnen und Schüler opferten regelmäßig ihre Freizeit um sich auf ihr Ehrenamt vorzubereiten. Miriam Schmidt, die Schulsozial­arbeiterin an der Grundschule, leitete sie in dieser Zeit an. Auf dem Themen­plan standen Beobachtungs-, Team- und Empathietraining, aber auch eine Basisausbildung in ge­waltfreier Kommunikation. Die Pau­senadler kommen nun in ihre Praxisphase um ihren Teil zu einem guten Miteinander in der großen Pause beizutragen. Sie helfen den Mitschülern bei kleineren Schwierigkeiten, reden mit ihnen, wenn sie es möch­ten und achten bzw. beobachten, dass Sauber­keit und Sicherheit nicht zu einem Problem wird. Schlicht: Sie sind aufmerksam, begegnen Menschen freundlich und sehen viele Dinge, durch die eine Pause schöner wer­den kann. Selbstverständlich soll dies nicht die Pausenaufsicht der Lehrer überflüssig machen und die Ver­antwortung der Lehrkräfte auf die Schüler übertragen. Kathrin Schmid, Konrektorin der Grundschule, schüttelt den Kopf. „Im Gegenteil“, betont sie, „dieser Prozess des mündig werdenden Schülers, auch in ei­ner kurzen Zeit wie die große Pause es ist, benötigt zwingend auch offene Lehrkräfte, die diesen Weg unter­stützen.“ Miriam Schmidt ergänzt diese Aussage: „Der schulische Alltag ist durch die Vorgaben „durchgetak­tet“. Die Pause ist der Raum in der Schule, in dem wir die Schülerinnen und Schüler in einem ge­schützt-gere­gelten Rahmen in positiver Weise sich selbst überlassen können. Er dient klar der Erholung und bildet einen Gegenpol zum formellen Lernen am Vormittag. Es drängt sich geradezu auf, hier eine persönliche Kompe­tenzentwicklung von Selbstverantwortung und Beachtung des Ge­meinschaftswohls in implizit lernende Schülerhände zu übergeben.“Das Modell der Großbettlinger Pausenadler ist in Grundzügen an die Modelle des Streitschlichters bzw. der Pausenengel angelehnt. Allen Modellen ist eines gemein: Es sind Gewaltpräventionsange­bote, die Kinder befähigen sollen, mit übertragener Verantwortung umzugehen und ein Amt selbst­bewusst und doch sensibel auszuüben. Und dennoch gibt es Unterschiede. So ist das Programm der Pausenadler konkret auf die Grundschule Großbettlingen zugeschnitten. Zufällig ist ebenfalls nicht, dass die Pausenhelfer hier Adler sind. Bei der Suche nach einem Namen, der unmittelbar in Verbin­dung zu Großbettlingen steht, wurden aus den Großbettlinger Stoiadlern Pausenadler. Die Verbin­dung zur Gemeinde ist gewollt und trägt in besonderer Weise zur Identifikation mit Ort und Schule bei. Die Kinder wissen auch, dass sie als Pausenadler etwas Be­sonderes sind, da dieser Name für Pau­senhelfer in keiner weiteren Schule im Umkreis geführt wird. Weil Adler von oben eine gute Über­sicht haben und zudem noch einen scharfen Blick, ergänzt sich das Bild in idealer Weise. Erken­nungsmerkmal der Großbettlinger Pausenadler sind blaue Warnwesten mit dem eigens entwi­ckelten Logo und Schriftzug. Blau ist übrigens auch kein Zufall – das ist die Schulfarbe. Bleibt nur noch zu hoffen, dass sich für diese Aufgabe im kommenden Schuljahr wieder viele motivierte Schüler und Schüle­rinnen finden. In einem halben Jahr werden sich nämlich einige der Pausenadler der ersten Stunde durch den Übertritt in die Sekundarstufe verabschieden.

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