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Aus der Sitzung des Gemeinderates vom 24. April 2017: Schnelles Internet für das Gebiet „Im Rammert“?

Stadtwerke Nürtingen bieten Anbindung an Glasfasernetz

Das Thema Breitbandversorgung und schnelles Internet entwickelt sich zum Dauerbrenner in den Beratungen des Gemeinderates. Auch in der jüngsten Sitzung am vergangenen Montag stand das Thema erneut auf der Tagesordnung. Mit der Breitbandberatung Baden-Württemberg wurde eine Konzeption für den Ausbau des Glasfasernetzes im Gemeindegebiet entwickelt, die als Grundlage für künftige Ausbaumaßnahmen im Zuge anstehender Tiefbauarbeiten dient. Die Anfrage einer Firma im Gewerbegebiet „Im Rammert“ wurde zum Anlass genommen, die Möglichkeiten zu untersuchen, das gesamte Gewerbegebiet mit Glasfaser zu erschließen. Eine Option ist hierbei die Zusammenarbeit mit den Stadtwerken Nürtingen, für die der Gemeinderat grünes Licht gab.

Eine Bedarfsumfrage bei allen Firmen im Gewebegebiet soll dazu beitragen, die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen zu klären. Die Voraussetzungen sind denkbar günstig, weil in unmittelbarer Nähe ein Glasfaserkabel der Stadtwerke Nürtingen vorbei führt, welches nach Großbettlingen weitergeführt werden kann. Geschäftsführer Volkmar Klaußer und Abteilungsleiter Michael Klesse stellten in der Sitzung ihr Unternehmen vor und zeigten Lösungsansätze auf. Bereits 1999 hatte das Unternehmen erste Glasfaserstrecken im Stadtgebiet Nürtingen errichtet und seit 2010 IP-Dienstleistungen für Gewerbekunden realisiert. Seit 2012 werden auch für Privatkunden Breitbandprodukte angeboten. Das technische Konzept für eine vorausschauende Planung im gesamten Stadtgebiet wurde anschaulich erläutert. Mit Gesamtkosten für zwei Bauabschnitte vom Kreisverkehr beim Rammerthof bis zum Geigersbühlweg in Höhe von rund 80.000 Euro ist das Angebot der Stadtwerke Nürtingen deutlich günstiger als die Kosten der Deutschen Telekom. Bürgermeister Martin Fritz hatte eingangs der Beratung die mangelhafte Kundennähe des Großkonzerns kritisiert und mitgeteilt, dass es trotz mehrfacher Versuche der Verwaltung nicht gelang, einen zuständigen Ansprechpartner ausfindig zu machen. Die Ortsnähe, die langjährige Erfahrung und der überzeugende Vortrag der Stadtwerke-Vertreter hatten den Gemeinderat daher dazu bewogen, eine Zusammenarbeit anzustreben. In einem ersten Schritt soll nunmehr gemeinsam eine Bedarfsumfrage bei den Firmen im Gewerbegebiet „Im Rammert“ gestartet werden. Je größer das Interesse, desto günstiger werden die Anschlußkosten für die einzelnen Betriebe ausfallen.
 
Leerrohre für Glasfaser im Heerweg
 
Die aktuellen Tiefbauarbeiten zur Sanierung des Heerweges werden ebenfalls zum Anlass genommen, die Voraussetzungen für eine spätere Glasfaseranbindung zu schaffen. Mit der Auftragsvergabe für die Lieferung von Leerrohren vollzog der Gemeinderat den Beschluss aus einer früheren Sitzung, die Voraussetzungen für die Anbindung der einzelnen Gebäude zu schaffen. Die Kosten für die Leerrohre im öffentlichen Bereich belaufen sich auf rund 21.000 Euro. Bürgermeister Martin Fritz deutete in diesem Zusammenhang an, dass im Zusammenhang mit der Verlegung eines Stromkabels durch die Netze BW die Gelegenheit bestehe, das Glasfaser nicht erst in ferner Zukunft in diese Leerrohre einzuspeisen.
 

Erweiterung Lebensmittelmarkt
 
Mit der Einleitung des Verfahrens zur 3. Änderung des Bebauungsplans „Hofäcker Gewerbegebiet I“ wird das Ziel verfolgt, die planungsrechtlichen Voraussetzungen für die Erweiterung des bestehenden Edeka-Marktes zu schaffen. Gleichzeitig mit dem Aufstellungsbeschluss billigte der Gemeinderat den Entwurf zur Ausweisung eines Sondergebietes. Dies ist notwendig, weil der bestehende Betrieb bereits heute die Grenze zur Großflächigkeit, die sich auf 800 Quadratmeter Verkaufsfläche beläuft, überschreitet. Das Sondergebiet mit der Zweckbestimmung „großflächiger Einzelhandel“ ermöglicht die aktuell geplante Verkaufsfläche von ca. 1.580 Quadratmeter. Die Erweiterung soll eine Lücke schließen, die durch die Geschäftsaufgabe eines örtlichen Getränkemarktes sowie eines Drogeriefachmarktes in den vergangen Jahren entstanden ist. In einem Gutachten der Gesellschaft für Markt- und Absatzforschung, das für das Verfahren eine wichtige Grundlage ist, wird nachgewiesen, dass durch das Erweiterungsvorhaben des Edeka-Marktes keine nennenswerten Auswirkungen auf zentrale Versorgungsbereiche oder auf die Nahversorgung in der Gemeinde und der näheren Umgebung ausgelöst werden. Mit dem einstimmig gefassten Beschluss beauftragte der Gemeinderat gleichzeitig die Verwaltung, die weiteren Verfahrensschritte nach dem Baugesetzbuch einzuleiten und die Beteiligung der Träger öffentlicher Belange und der Öffentlichkeit durchzuführen.
 Zugestimmt wurde auch mehreren privaten Bauvorhaben, die zum Teil mehrfach Gegenstand der Beratung waren. Ebenfalls billigte der Gemeinderat die Abrechnung 2016 des Turn-, Sport- und Gesangvereins für die Pflege, Unterhaltung und Instandsetzung der Sportanlagen Staufenbühl auf der Grundlage des bestehenden Pachtvertrages. Außerdem wurde der Übernahme von Ausfallbürgschaften im Zuge der aktuellen Bauprojekte des TSuGV (Entwässerung Sportheim und Neubau Inlinerbahn) in Höhe von 65.000 Euro zugestimmt.


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