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In seiner öffentlichen Sitzung am Montag, dem 18. März 2019 hatte sich der Gemeinderat mit städtebaulichen Themen zu befassen, über die das Gremium bereits mehrfach beraten hatte. Zum einen ging es um die Änderung des Flächennutzungsplans der Verwaltungsgemeinschaft Nürtingen, im andern Fall beschloss das Gremium den Startschuß für die Aufstellung eines Bebauungsplans zur Innenentwicklung an der Bempflinger Straße.   Rechtlich zuständig für die Verabschiedung der Verfahrensbeschlüsse zur Änderung des Flächennutzungsplans der Verwaltungsgemeinschaft Nürtingen ist der Gemeinsame Ausschuss. In der aktuellen Sitzung ging es nunmehr darum, den Vertretern in diesem Gremium das Mandat für die Beschlussfassung über weitere Verfahrensschritte zu erteilen. Zur Beratung standen hierbei der Feststellungsbeschluss für die 33. Änderung des Flächennutzungsplanes an, der das Gewerbegebiet „Rammert II“ in Großbettlingen betrifft. Ein weiterer Feststellungsbeschluss bezog sich auf die 34. Änderung im Gewann „Reulenwiesen“ Gemarkung Nürtingen sowie den Aufstellungsbeschluss und Beschluss zur frühzeitigen Beteiligung des Baugebiets „Bergäcker“ in Nürtingen. Bereits in der Sitzung am 11. Februar 2019 hatte sich der Gemeinderat mit der Abwägung der eingegangenen Stellungnahmen von Behörden und Bürgern zum Gewerbegebiet „Rammert II“ beschäftigt und der Vorlage der Verwaltung zugestimmt. Die Mandatserteilung konnte damit einstimmig erfolgen.   Bebauungsplan „Bempflinger Straße II“   Zur Schaffung der planungsrechtlichen Voraussetzungen für die Bebauung des rückwärtigen Bereichs eines Privatgrundstücks an der Bempflinger Straße hat der Gemeinderat einstimmig die Aufstellung eines Bebauungsplans der Innenentwicklung beschlossen. Voraus gegangen waren Verhandlungen mit dem Grundstückseigentümer, die schließlich in einem städtebaulichen Vertrag zur Regelung der Verfahrens- und Erschließungskosten führte. Auf Grundlage dieses Vertrages wurde nunmehr der Startschuss für ein vereinfachtes Bebauungsplan-Verfahren nach dem Baugesetzbuch erteilt. Gleichzeitig wurde beschlossen, die Beteiligung der Behörden und sonstigenTräger öffentlicher Belange sowie der Öffentlichkeit nach den Bestimmungen des Baugesetzbuches durchzuführen.   Seine Zustimmung zu drei Baugesuchen privater Bauherren gab der Gemeinderat ebenfalls einstimmig. Für den Neubau von drei Reihenhäusern im Amselweg waren Abweichungen von den Bestimmungen des Bebauungsplanes „Kirchertäcker I“ zu beraten, die nunmehr nach verschiedenen Vorberatungen in früheren Sitzungen zugelassen werden konnten. Im Fall eines geplanten Einfamilienhauses im Riesengässle sprach sich das Gremium für die Veränderung der Grundstückszufahrt aus, die über das Baugrundstück erfolgen soll und nicht wie geplant über einen angrenzenden Feldweg auf privaten Grundstücken.   Gewerbezweckverband Wirtschaftsraum Nürtingen   In einem ebenfalls einstimmigen Beschluss erteilte der Gemeinderat den Mitgliedern in der Verbandsversammlung des Gewerbezweckverbandes Wirtschaftsraum Nürtingen das Mandat, dem Haushalt 2019 zuzustimmen. Die Erschließung des Gewerbegebiets „Großer Forst“ wurde im Nachhinein als richtig bezeichnet, zumal die Flächen inzwischen veräußert werden konnten und eine weiterhin eine große Nachfrage nach gewerblichen Grundstücken besteht. Daher soll die Erschließung eines zweiten Bauabschnittes „Großer Forst II“ vorbereitet werden.   Keine Kostenbeteiligung an Schulsanierung   Abgelehnt hat der Gemeinderat dagegen eine Anfrage der Gemeinde Neckartenzlingen zur Kostenbeteiligung an der Sanierung der Grund- und Werkrealschule. Nach aktuellen Schülerzahlen müsste die Gemeinde rund 106.000 Euro an Finanzmitteln aufbringen. Nach einem Mittelwert der Schülerzahlen aus den letzten fünf Jahren wären rund 88.000 Euro zu veranschlagen.   Der Gemeinderat sah angesichts der Gesamtproblematik bei der Schulfinanzierung keine veränderte Situation gegenüber der Haltung im Jahr 2016, als eine erste Anfrage ebenfalls negativ beschieden wurden. Vielmehr wurde die Notwendigkeit gesehen, die Fragen der Schulfinanzierung auf überörtlicher Ebene des Landes zu regeln.   Hinterlassenschaften der Hunde   Seit dem Jahr 2006 sind im Gemeindegebiet an verschiedenen Standorten Sammelbehälter für die Entsorgung von Hundekot aufgestellt. Eine Umfrage unter allen Hundehaltern hatte seinerzeit ergeben, dass Behälter mit Tütenspendern nicht gewünscht werden. Mit dem Verweis auf die damalige Beratung lehnte der Gemeinderat daher eine Anfrage ab, die Behälter nachzurüsten. Aufgeschlossen zeigte sich das Gremium dagegen für Ausweisung von neuen Standorten zur Ergänzung der bestehenden Entsorgungsangebote. Kritisiert wurde in diesem Zusammenhang das Verhalten mancher Hundehalter, die ihre Beutel am Wegesrand liegenlassen oder diese in landwirtschaftliche Grundstücke „entsorgen“.   Seine Zustimmung gab der Gemeinderat schließlich zu weiteren Kabelverlegungsarbeiten und dem Abbau von Freileitungen der Stromversorgung im Bereich des Sanierungsgebiets „Geigersbühl“. In diesem Zusammenhang wird zu diskutieren sein, im Zuge der notwendigen Tiefbauarbeiten wiederum Leerrohre für Glasfaserkabel einzulegen.  

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Im Mittelpunkt der jüngsten Sitzung des Gemeinderats, die ausnahmsweise an einem Mittwoch stattfand, standen Themen der Energieversorgung und Fragen zum Umgang mit Krisensituationen. Im Konzessionsvertrag mit dem Energieversorger EnBW ist festgeschrieben, dass auf Wunsch der Gemeinde jährlich über Planungen und aktuelle Entwicklungen berichtet wird. Diesem Wunsch ist das EnBW Regionalzentrum Mittlerer Neckar auch in diesem Jahr nachgekommen und hat mit viel Manpower über aktuelle Entwicklungen und Geschäftsfelder informiert.   Bürgermeister Martin Fritz begrüßte hierzu den Leiter des EnBW Regionalzentrums Mittlerer Neckar Lars Grunder und dankte für die gute Zusammenarbeit. Die Abstimmung im Zuge der örtlichen Tiefbau- und Sanierungsmaßnahmen funktioniere reibungslos. Dies sei auch dem Einsatz des Kommunalberaters Rolf Klass zu verdanken.   In seinem Impulsvortrag zur Energiewende und zu den neuen Geschäftsfeldern der EnBW gab Lars Grunder Einblicke in die komplexe Energiewirtschaft und zeigte auf, welche Auswirkungen die Stilllegung von Kernkraftwerken und der Ausbau der Erneuerbaren Energien auf die Stromnetze haben. Die EnBW habe die Herausforderung angenommen, den Kulturwandel vom reinen Sicherheitsdenken zur Gewährleistung der Grundversorgung mit Netzstabilität hin zur Entwicklung innovativer Geschäftsmodelle zu gestalten. Hierbei spiele künstliche Intelligenz und die Nutzung neuer Technologien eine wichtige Rolle. Jens Gehrt und Norbert Ziermann führten im Anschluss aus, wie sich das Stromnetz konkret in Großbettlingen darstellt und künftig entwickelt wird. Festzustellen sei ein klarer Trend zur Verkabelung der Freileitungen. Mit einer durchschnittlichen Ausfallzeit von jährlich 1,6 Min. in den Jahren 2014 bis 2017 sei in Großbettlingen im Vergleich zum Bundesgebiet (13,3 Min.) und anderen europäischen Ländern (Frankreich 68 Min.) eine hohe Versorgungssicherheit gewährleistet worden. Die Investitionen in Ausbauprojekte und Netzverkabelungen beliefen sich in den Jahren 2017 und 2018 in der Gemeinde auf rund 900.000 Euro. Für das Jahr 2019 sind erneut Investitionen in Höhe von rund 220.000 Euro eingeplant. Auf knapp 10 Prozent bemisst sich in Großbettlingen der Anteil erneuerbarer Energien, der in das Versorgungsnetz eingespeist wird.   Krisenmanagement   Im Rahmen ihrer gesetzlichen Verpflichtung nach dem Katastrophenschutzgesetz will sich die Gemeinde für künftige Schadensereignisse und Krisen wappnen und entsprechende Alarm- und Einsatzpläne ausarbeiten. Die Entwicklung eines Notfallmangagementsystems soll dazu beitragen, Schadensereignisse durch Unwetter / Sturm mit Starkregen sowie Stromausfälle über ein entsprechendes Notfallhandbuch mit Berücksichtigung der spezifischen örtlichen Gegebenheiten zu handhaben. Die EnBW hatte hierzu ein entsprechendes Angebot unterbreitet, das nach ausführlicher Beratung mit einem Kostenvolumen von rund 14.000 Euro vom Gemeinderat mit großer Mehrheit beauftragt wurde. Im Anschluss informierten die Fachleute über weitere Themen wie das Internet der Dinge mit Lösungen für intelligentes digitales Energiemanagement zur Steuerung von Heizungen sowie Technologien für die Zählerfernauslösung, Übertragung von Füllständen sowie verschiedene Anwendungsbeispiele im Rahmen des Gebäudemanagements. Der von der EnBW favorisierte Industriestandard LoRa war zuvor in der Bürgerfragestunde von einem Bürger kritisiert worden, der einerseits auf die Technik-Neutralität hinwies und sich im Übrigen für strahlungsarme oder strahlungsfreie Technik aussprach. Bürgermeister Martin Fritz hatte in diesem Zusammenhang darauf hingewiesen, dass es aktuell lediglich um die Information des Gemeinderats gehe, wie sich die technischen Möglichkeiten künftig entwickeln.   Zum Schluss der Beratung über die für den Laien sperrigen Themen wurde die Zukunft der Photovoltaikanlagen auf gemeindeeigenen Gebäuden diskutiert, deren Weiterbetrieb nach dem Auslaufen der staatlichen Förderung für die seitherigen Betreiber nicht mehr rentabel ist. Hierzu werden zu einem späteren Zeitpunkt noch weitere Beratungen erfolgen.    

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Beratung über Änderungen des Flächennutzungsplanes   Mit den Angeboten im Forum der Generationen trifft die Gemeinde den Puls der Zeit. Im September 2017 als Nachfolgenutzung des stillgelegten Hallenbades konzipiert, erweist sich das Forum der Generationen als Erfolgsmodell. Dies zeigte sich beim Bericht von Projektleiterin Stefanie Bitzer in der öffentlichen Sitzung des Gemeinderats am Montag, 11.02.2019. In einem virtuellen Rundgang durch den Gebäudekomplex wurden die einzelnen Räumlichkeiten vorgestellt und anschaulich berichtet, wie sich die nach einem langen Bürgerbeteiligungsprozess entwickelte Konzeption mit Leben erfüllte.   Wenn ein 94-jähriger mit Jugendlichen Billard spielt, sich auch Flüchtlinge am Spiel beteiligen und hinterher von dem Senior zu einem Snack im Jugendhaus eingeladen werden, ist eine der Visionen aufgegangen. Zu einem beliebten Treffpunkt entwickelt sich das Generationencafé, wo Mütter und Väter in geselliger Runde die Zeit überbrücken, bis ihre Schützlinge aus der Sportstunde oder von anderen Kursen kommen. Die Vernetzung bestehender Angebote und Raum für Neues zu schaffen, haben sich die Verantwortlichen auf die Fahnen geschrieben. Örtliche Vereine, Volkshochschule und weitere Projektpartner sind ein wichtiger Bestandteil der Konzeption, die auch die Förderung des ehrenamtlichen Engagements im Rahmen der Freiwilligen-Börse zum Inhalt hat. Bei allen Themenfeldern konnte Stefanie Bitzer Positives berichten; der Zuspruch ist so groß, dass teilweise räumliche Engpässe entstehen. Bürgermeister Martin Fritz dankte seiner Mitarbeiterin mit ihrem engagierten Team im Namen des Gemeinderats für den großen Einsatz, den das Gremium ebenfalls wie die gelungene Präsentation mit großem Beifall quittierte.   Die Beratung verschiedener Änderungen des Flächennutzungsplanes der Verwaltungsgemeinschaft Nürtingen stand im Anschluss auf der Tagesordnung. Bereits im Rahmen der Bürgerfragestunde hatten Anwohner des geplanten Gewerbegebiets „Rammert II“ nochmals auf ihre Einwände im Rahmen der Bürgerbeteiligung Bezug genommen und inhaltliche Fragen zu den Abstandsvorschriften gestellt. Bürgermeister Martin Fritz verwies in diesem Zusammenhang auf die Zusage der Gemeinde, die Festlegungen des späteren Bebauungsplanes so zu treffen, dass eine Verträglichkeit mit dem angrenzenden Wohngebiet gewährleistet ist. In der anschließenden Beratung des Tagesordnungspunktes wurde aus der Mitte des Gemeinderates darauf hingewiesen, dass heute schon bestehende Gewerbegebiete an die Wohnbebauung direkt angrenzen. Außerdem wurde die Notwendigkeit bekräftigt, die strategische Entscheidung für einen weiteren Planungshorizont von 15 Jahren zu treffen, um den örtlichen Gewerbebetrieben Entwicklungsmöglichkeiten zu bieten, wie dies in den vergangenen 20 Jahren mit dem Gewerbegebiet „Rammert I“ erfolgt sei. Bürgermeister Martin Fritz ergänzte hierzu, dass bereits vier Anfragen aus dem Ort vorliegen, darunter auch der Bedarf für ein Bürogebäude, das sich durchaus mit der angrenzenden Wohnnutzung vertrage. Die Beschlussfassung über die Abwägung der eingegangenen Stellungnahmen auf der Grundlage eines ausführlichen Abwägungsvorschlags erfolgte daraufhin einstimmig.   Auch zur geplanten Umwandlung einer Gewerbefläche im Bereich Heerweg / Scheidwasenstraße in eine Sonderfläche „Pflegeheim“ gab es kritische Nachfragen in der Bürgerfragestunde wegen möglicher Restriktionen in Bezug auf die Lärmentwicklung durch die angrenzenden Sportanlagen. Auch hier verwies der Bürgermeister auf die notwendigen Untersuchungen im Zuge der anstehenden Verfahren.   Stromlieferung 2020 bis 2022   Seit 2008 nimmt die Gemeinde an den Bündelausschreibungen für Stromlieferungen durch die Service-Dienstleistungsgesellschaft des Gemeindetags Baden-Württemberg teil. Seit dem Jahr 2011 wird für alle Anlagen in der Gemeinde auch Ökostrom bezogen. Mit der 18. Bündelausschreibung für die Jahre 2020 bis 2022 bietet die GT-Service GmbH eine weitere Betreuung an. Der Gemeinderat beschloss einstimmig, an der erneuten Bündelausschreibung auf der Grundlage der seitherigen Vereinbarungen wiederum teilzunehmen. Bei einem Stromverbrauch von jährlich rund 520.000 Kilowattstunden hatte sich diese Vorgehensweise in der Vergangenheit bewährt.   Kommunalwahlen   Mit der Wahl der Mitglieder des Gemeindewahlausschusses schuf der Gemeinderat die formalen Voraussetzungen für die Durchführung der Kommunalwahlen am 26.05.2019. Wegen der gleichzeitig stattfindenden Europawahl wurde wiederum festgelegt, die Kindertageseinrichtungen und das Rathaus am 27.05.2019 zu schließen, um die umfangreichen Wahlauswertungen vornehmen zu können. Dem Gemeindewahlausschuss wurden gleichzeitig die Aufgaben des Briefwahlvorstandes übertragen.   Radweg vor dem Durchbruch   Seit nahezu 14 Jahren ist die Schaffung einer Radwegverbindung von Frickenhausen-Tischardt über Großbettlingen nach Nürtingen ein Thema. Die Planungen hatten sich immer wieder wegen Umweltgutachten, Artenschutzuntersuchungen und personellen Engpässen beim zuständigen Regierungspräsidium Stuttgart verzögert. Inzwischen scheint jedoch die Umsetzung des Projekts, für das die beteiligten Kommunen Frickenhausen und Großbettlingen mit der Vergabe der Planungsaufträge in Vorleistung getreten sind, in greifbare Nähe zu rücken. Bürgermeister Martin Fritz berichtete von den jüngsten Gesprächen mit dem Regierungspräsidium Stuttgart über die weitere Vorgehensweise. Es werde zeitnah ein Termin mit allen Beteiligten stattfinden. Nachdem die geplante Trasse in Teilbereichen auf Gemarkung der Stadt Nürtingen verläuft, müssten noch Gespräche über den Grunderwerb geführt werden. Darüber hinaus gebe es Überlegungen, den Radweg nach Grafenberg weiter zu führen. Wegen der Zuständigkeit des Regierungspräsidiums Tübingen seien noch weitere Gespräche zu führen.  

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In seiner letzten Sitzung vor dem Jahreswechsel hat die Gemeindeverwaltung die Entwürfe des Etats 2019 und der Wirtschaftspläne 2019 für die Eigenbetriebe Wasserversorgung und Abwasserbeseitigung auf den Ratstisch gelegt. Die Beratung dieser Zahlenwerke ist in der ersten öffentlichen Sitzung des Gemeinderats am 21. Januar 2019 vorgesehen. Traditionell nimmt Bürgermeister Martin Fritz bei der Einreichung des Zahlenwerks in seiner Etatrede Stellung zu den wirtschaftlichen Rahmenbedingungen und zur finanziellen Situation der Gemeinde. Nachdem der Sitzungstermin nach Redationsschluss der letzten Ausgabe des Mitteilungsblattes im abgelaufenen Jahr stattfand, veröffentlichen wir den Wortlaut der Rede des Bürgermeisters in unserer heutigen Ausgabe:   Haushaltsrede - zur Haushaltssatzung 2019 der Gemeinde   - Wirtschaftsplan 2019 Eigenbetrieb Wasserversorgung   - Wirtschaftsplan 2019 Eigenbetrieb Abwasserentsorgung   Verehrte Mitglieder des Gemeinderates, meine Damen und Herren,   Rahmenbedingungen und Risiken unser Land erlebt seit Jahren eine gut laufende Konjunktur, obwohl die globalen Rahmenbedingungen alles andere als gut zu bezeichnen sind. Als Stichworte seien die wirtschaftspolitische Krise in Italien, der Brexit, die türkische Währungskrise, und die globalen Handlungskonflikte, insbesondere der Handelsstreit zwischen den USA und China, genannt. Nach dem Herbstbericht der IHK Esslingen-Nürtingen läuft die Wirtschaft im Landkreis Esslingen auch im Herbst weiter wie geschmiert. Volle Auftragsbücher, beachtliche Umsätze sowie komfortable Erträge sind Zeugen einer seit sechs Jahren währenden Erfolgsgeschichte. Für die Unternehmen im Landkreis zeigt sich der Herbst aktuell noch von seiner goldenen Seite Die Analyse der Umfrageergebnisse zeigt, dass beinahe unglaubliche 98 Prozent der Unternehmen im Landkreis Esslingen die derzeitige Geschäftslage mit gut (56 Prozent) oder befriedigend (42 Prozent) bewerten – Bewertungen, die eine stabile Geschäftslage auf hohem Niveau spiegeln. Doch das Fahrwasser scheint unruhiger zu werden. Der Fachkräftemangel sowie die Summe der anhaltenden Konflikte im internationalen Umfeld drücken auf die Stimmung der Wirtschaft. Der konjunkturelle Aufschwung wird aller Voraussicht nach im kommenden Jahr eine langsamere Gangart einschlagen. Auch lesen wir dieser Tage „Experten erwarten Ende des Steuerbooms“, „Handelsstreit bremst Wachstum“, „IWF senkt Wachstumsprognose“, „Dämpfer für Maschinenbau“ oder „Das Wachstum schwächt sich ab“ – eine Feststellung, zu der der Deutsche Industrie- und Handelskammertag kommt.   Eine gut laufende Konjunktur bringt steigende Steuereinnahmen, eine schlechte Konjunktur lässt die Steuereinnahmen sinken. Dann haben wir es nicht nur mit geringeren Einnahmen zu tun, sondern zugleich mit steigenden Ausgaben, vor allem im sozialen Bereich. Dies macht sich dann in einer höheren Umlage, die an den Landkreis zu entrichten ist, bemerkbar. Wir können nur hoffen, dass trotz dieser Rahmenbedingungen in den nächsten Jahren das Pendel nicht allzu sehr in eine andere Richtung ausschlägt.   Ergebnishaushalt 2019 Meine Damen und Herren, der Haushalt 2019 kommt eher unspektakulär daher. Die vorliegende Haushaltssatzung mit Haushaltsplan 2019 wurde auf der Grundlage des Rechnungsergebnisses 2017, des Haushaltsplanes 2018 und unter Berücksich­tigung des vorläufigen Rechnungsergebnisses 2018 erstellt. Der Ergebnishaushalt beinhaltet ordentliche Erträge in Höhe von 9.708.200 Euro und ordentliche Aufwendungen in Höhe von 9.603.600 Euro. Damit liegt das ordentliche Ergebnis bei 104.600 Euro. Dieses Ergebnis ist im Hinblick auf die anstehenden einmaligen Unterhaltungs-maßnahmen, Ersatzbeschaffungen sowie sonstiger Sach- und Dienstleistungen mit ca. 450.000 Euro, die im laufenden Haushaltsjahr vorgesehen sind, als positiv anzusehen. Ebenso bilden sich im diesem Ergebnis die Abschreibungen in einer Größenordnung von 800.00 Euro, die nach dem neuen Haushaltsrecht zu erwirtschaften sind, ab.   Finanzhaushalt 2019 Äußerst schlank stellen sich die Investitionen des Finanzhaushaltes 2019 dar. Im Finanzhaushalt sind aus laufender Verwaltungstätigkeit Einzahlungen von 9.412.500 Euro und Auszahlungen von 8.774.100 Euro eingeplant. Neben kleineren investiven Maßnahmen stellt eine erste Planungsrate in Höhe von 50.000 Euro für die Sanierung und Umbau des Feuerwehrgerätehauses und des kultur forums dar. Vorsorglich wurden 30.000 Euro für den Fall veranschlagt, dass im Zuge von Tiefbauarbeiten durch Versorgungsträger die Möglichkeit besteht, im Zusammenhang mit dem Breitbandausbau Leerrohre für Glasfaser mit zu verlegen. Der Finanzhaushalt erwirtschaftet einen Finanzierungsmittelüberschuss von 521.900 Euro. Damit ist der Haushalt 2019 ausgeglichen.   Liquidität Die Liquidität zu Jahresbeginn liegt voraussichtlich bei 1.350.000 Euro. Zum Ende des Haushaltsjahres beträgt der Stand der Liquidität nach der vorliegenden Planung 1.800.000 Euro.   Mittelfristige Finanzplanung Nach der vorliegenden mittelfristigen Finanzplanung kann in den Haushaltsjahren 2019 bis 2022 im Ergebnishaushalt mit einem positiven Gesamtergebnis gerechnet werden, sofern sich die abschließende Bewertung des Anlagevermögens im Rahmen der noch zu erstellenden Eröffnungsbilanz nicht negativ auf das Gesamtergebnis auswirkt.   Die im Finanzplanzeitraum dargestellten Investitionen wie die Sanierung / Umbau Feuerwehrgerätehaus und kultur forum sowie die Fortführung der städtebauliche Erneuerungsmaßnahme Geigersbühl, Bauabschnitt 2b sind in den Jahren 2020/2021 vorgesehen. Für den Umbau der ehemaligen Zehntscheuer für die Unterbringung einer Abteilung der Gemeindeverwaltung wurde im laufenden Jahr eine Planungsrate eingestellt. Die Maßnahme selbst kann erst nach Erhebung der Kosten dargestellt werden. Ebenso können mögliche Auswirkungen der Ausweisung eines Wohnbaugebietes und des Gewerbegebietes Rammert II erst nach Vorliegen aussagekräftiger Kosten in die Finanzplanung aufgenommen werden. Verschuldung Erfreulich entwickeln sich die Schulden. Eine Kreditaufnahme ist weder 2019 noch im Finanzplanungszeitraum vorgesehen. Der Landesdurchschnitt der Pro Kopf Verschuldung in der entsprechenden Größen­ordnung liegt am 31.12.2017 bei 377 Euro. Die Pro Kopf Verschuldung der Gemeinde Großbettlingen liegt nunmehr bei 202 Euro, also deutlich unter dem Landesdurchschnitt. Einschließlich der Eigenbetriebe beträgt die Pro Kopf Verschuldung landesweit 628 Euro,   in der Gemeinde Großbettlingen bei 458 Euro.   Breitbandversorgung und Partner Telekom Ein Thema, das Fahrt aufnimmt, ist die Breitbandversorgung im Landkreis und in der Region. Das Thema stellt sich gegenüber den letztjährigen Etatberatungen ganz anders dar. In meiner damaligen Haushaltsrede hatte ich daraufhin gewiesen, dass überall dort, wo Glasfaser bereits liegt, eigene Investitionen des Kreises in ein Backbone Netz überflüssig sind. Die Lösung, die jetzt auf uns zurollt, setzt nun zum großen Teil auf die vorhandene Infrastruktur der Telekom. So ist es folgerichtig, einerseits auf die Partnerschaft mit der Telekom zu setzen und sich andererseits in Form von Zweckverbänden sowie einer Breitband-GmbH auf Regionsebene als Bündelungsorgan der kommunalen Interessen zu organisieren. Man darf gespannt sein, ob alle Erwartungen, die mit dem großen Projekt verbunden sind, durch Telekom erfüllt werden können. Wir werden uns unter dem Tagesordnungspunkt 8 noch konkret mit dem Beitritt zum Zweckverband zu beschäftigen haben. Was den Partner Telekom anbelangt, sind durchaus kritische Anmerkungen angebracht. Es muss zu einer grundlegenden Änderung in der Art und Weise der Zusammenarbeit mit den Städten und Gemeinden und mit den Stadtwerken kommen. Aus Erfahrung stellen wir fest: Telekom ist ein Meister des Abtauchens und zwar immer dann, wenn es vor Ort zu Problemen kommt. Ohne gegenseitige umfassende Kommunikation wird aber das Ganze nichts werden. Eine umfassende Kommunikation muss Telekom zur Grundlage einer vertrauensvollen Zusammenarbeit machen. In der Regionalversammlung vor einigen Wochen hat der Telekom Chef vor allem um die Stadtwerke, die schon Hochleistungsnetze gebaut haben, geworben, um so „aus Wettbewerbern Partner zu machen“. Wie erklärt es sich dann, dass Telekom den Stadtwerken Nürtingen dazwischen gegrätscht ist, als es darum ging, für eine benachbarte Kreisgemeinde eine wesentliche Verbesserung in der Breitbandversorgung zu erreichen. Wenn das die von Telekom angestrebte Partnerschaft sein soll, dann gute Nacht. Nach Abschluss aller Gespräche sollte Telekom den Ausbau konkretisieren, in dem der für Telekom eigenwirtschaftliche Ausbau dargestellt und dort, wo ein eigenwirtschaftlicher Ausbau nicht geht, der Eigenanteil der Kommunen beziffert wird. Über die Kriterien, die für einen eigenwirtschaftlichen Ausbau maßgeblich sind, ist bis dato nichts bekannt. Die Grenze zwischen dem was Telekom selber finanziert und dem, was die Kommunen zu leisten haben, legt einzig und allein Telekom fest. Insofern bitte fordere ich schon heute die Vertreterinnen und Vertreter in den noch zu gründenden Gremien auf, auf eine nachvollziehbare Transparenz zu achten. Denn nur so kann Vertrauen für das Projekt entstehen, das der Telekom Chef als „einzigartiges und beispielgebendes Projekt in Deutschland“ bezeichnetet hat. Nun waren die Städte und Gemeinden in der Region gezwungen, eine Geheimhaltungsvereinbarung zu unterzeichnen, wonach die Informationen, die die Städte und Gemeinden erhalten sollen, nur im Rahmen nichtöffentlicher Sitzung genutzt werden können. Leider sind die Informationen, die wir erhalten haben, gelinde gesagt mehr als dürftig. Bei aller Kritik: Aus heutiger Sicht ist nach Auffassung der Gemeindeverwaltung bei allen Ärgernissen über den Partner Telekom der Weg, der sich nun abzeichnet, richtig. Denn nur so können Doppelstrukturen vermieden und viel, viel Geld gespart werden. Der regionale Schulterschluss, der sich jetzt abzeichnet führte letztlich dazu, dass sich die großen Telekommunikationsunternehmen bewegt haben. In einer Kooperation mit der Telekom sollen nun bis 2025 50 % der Privathaushalte und bis 2030 ca. 90 % der Haushalte in der Region mit einem gigabitfähigen glasfaserbasierten Internetzugang versorgt sein.   Gewerbe- und Wohngebiete Mit der Änderung des Flächennutzungsplanes der Verwaltungsgemeinschaft Nürtingen, sollen die Voraussetzungen für die Erweiterung des Gewerbegebiets „Rammert“ geschaffen werden. Die Flächen zwischen dem bestehenden Gewerbegebiet und dem Wald am Geigersbühl soll so den örtlichen Betrieben zur Verfügung stehen. In dem Änderungsverfahren wurden zahlreiche Anregungen und Bedenken von den Trägern öffentlicher Belange und auch von privater Seite vorgetragen, mit denen sich im neuen Jahr der Gemeinderat beschäftigen wird. Parallel wurden erste Gespräche mit den Grundstückseigentümern geführt. Es bleibt zu hoffen, dass sowohl das Flächennutzungsplan-Änderungsverfahren als auch die Gespräche mit den Grundstückseigentümern erfolgreich zu Ende gebracht werden können.   Derzeit besteht eine große Nachfrage nach Wohnbaugrundstücken – auch in unserer Gemeinde. Hierzu hat der Bundesgesetzgeber die Möglichkeit geschaffen, unter erleichterten Voraussetzungen ein Wohnbaugebiet auszuweisen. In einer sehr ausführlichen Diskussion hat sich der Gemeinderat dafür ausgesprochen, zwei Flächen am südlichen Ortsrand zu prüfen. Demnächst werden die Grundstückseigentümer, die Grundstücke in diesen Bereichen besitzen, informiert. Im neuen Jahr wird die Flächenanalyse, die die Kommunalentwicklung im Auftrag der Gemeinde erstellt und hierbei mehrere Gebiete untersucht hat, im Rahmen einer Informationsveranstaltung der Öffentlichkeit vorgestellt. Die Flächenanalyse war Grundlage für die Beratungen im Gemeinderat. Letztendlich soll das Gebiet weiterverfolgt werden, dessen Rahmenbedingen eine schnellst mögliche Umsetzung zulassen.   Freiwillige Feuerwehr Großbettlingen Wie wir dem aktuellen Feuerwehrbedarfsplan entnehmen können, müssen die räumlichen Voraussetzungen für unsere Wehr auf den Prüfstand gestellt werden. Derzeit laufen Planungen, die Räumlichkeiten zu optimieren bzw. zu erweitern. Insbesondere die fehlenden Lagerflächen und der zu kleine Umkleidebereich sowie fehlende Räumlichkeiten für Jugendfeuerwehr warten auf Lösungen. In diese Überlegungen werden die Flächen der früheren Kegelbahnen sowie des kultur forums mit einbezogen. Mit überlegt wird, ob mit diesen Räumlichkeiten ein Zusammengehen mit der DRK-Bereitschaft Großbettlingen möglich ist. Dies muss in den Gesprächen mit der Freiwilligen Feuerwehr Großbettlingen und der DRK-Bereitschaft Großbettlingen noch weiter intensiv ausgelotet werden.   Energiemanagement Ein ständiges Thema ist das Thema Energie. So lässt sich der Gemeinderat Jahr für Jahr von Vertretern der Netze BW und EnBW im Gemeinderat über aktuelle Themen informieren. Konkret wurde der Einstieg in ein kommunales Energiemanagement beschlossen. Hierbei stehen insbesondere die Umsetzung von Energieeffizienz-Maßnahmen und das kontinuierliche Energiecontrolling in den öffentlichen Einrichtungen der Gemeinde im Vordergrund. So soll für insgesamt 14 kommunale Liegenschaften ein kommunales Energiemanagement erarbeitet werden. Mit einer Fördersumme von 50 % der Kosten in Höhe von 18.000 Euro beteiligt sich die Landesbank Baden-Württemberg am Aufbau dieses Energiemanagements. Des Weiteren soll ein Versorgungskonzept für einen Stromausfall erarbeitet werden. Beauftragt wurde die Gesellschaft RBS wave, einen Notfallplan für einen anhaltenden und flächendeckenden Stromausfall zu erarbeiten. Ziel ist es, auf der Grundlage der bestehenden Infrastruktur für bestimmte kommunale Einrichtungen (darunter Rathaus und das Feuerwehrgerätehaus) Stromersatzanlagen auszuwählen und zu dimensionieren, um im Notfall handlungsfähig zu sein. Die hierfür notwendigen Finanzmittel sind hierfür bereitzustellen.   Meine Damen und Herren,   soweit meine Ausführungen zum Haushalt 2019. Insgesamt gesehen können wir Stand heute mit der Finanzsituation zufrieden sein. Gleichwohl gilt es weiterhin, genau abzuwägen, was sich die Gemeinde leisten kann und was mit Blick auf die Folgekosten nicht machbar ist. So muss die Idee einer großen Volkspartei in Baden-Württemberg, in einem Volksbegehren die kostenlose Kita durchzusetzen, sehr kritisch gesehen werden. Es ist zu befürchten, dass, sofern die kostenlose Kita kommt, mit erheblichen Einnahmeausfällen zu rechnen ist. Stand heute wären dies 230.000 Euro. Es wäre das erste Mal, dass bei solchen Veränderungen ein 100 % Ausgleich durch das Land erfolgt. Letztendlich wären wir dann gezwungen, die hohe Qualität, die wir in den letzten Jahren in unseren Kitas aufgebaut haben, zurückzufahren – dies kann und darf nicht passieren. Auch das Gute KiTa Gesetz, das der Bund letzte Woche auf den Weg gebracht hat, muss an dieser Stelle kritisch erwähnt werden. Allein der Begriff Gute KiTa Gesetz suggeriert, dass die KiTa’s in unserem Land schlechte KiTa’s sind. Sicher gibt es Fälle, in denen Handlungsbedarf gegeben ist. Ich stelle für unsere KiTa’s jedoch fest, dass wir in der Betreuung unserer Jüngsten bestens aufgestellt sind. So wie das ganze angelegt ist, in dem mit den sechszehn Bundesländern jeweils Verträge nach dem Motto, wie hättet ihr es denn gerne, auszuhandeln sind, ist der Streit vorprogrammiert.   Schlussbemerkungen Zum Schluss ist es mir ein Anliegen, insbesondere den Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Finanzverwaltung Dank zu sagen. Bereits zum zweiten Mal innerhalb eines Jahres galt es, ein umfangreiches Planwerk aufzustellen, das die wesentliche Grundlage für unser kommunales Handeln darstellt. Der Haushalt, dessen wesentlichen Kennzahlen der Kämmerer, Herr Baier vorstellen und erläutern wird, kann, je nachdem wie die Mitglieder des Gemeinderates den Beratungsbedarf sehen, in der nächsten Gemeinderatssitzung im neuen Jahr verabschiedet werden.    

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