Abend des Ehrenamts

Der Gemeinde Großbettlingen ist es ein Anliegen, das ehrenamtliche Engagement in der örtlichen Gemeinschaft zu würden. Alle zwei Jahre werden alle, die in der Gemeinde ehrenamtlich tätig sind, zu einem unterhaltsamen Abend ins Forum der Generationen eingeladen. Bürgermeister Martin Fritz freute sich über den großen Zuspruch, auf den Einladung der Gemeinde stieß. Nahezu 400 Besucher konnte er zu der Veranstaltung begrüßen, die am Sonntag, 19. Januar 2020 zum 10. Mal stattfand. Gerade in der heutigen Zeit sei es nicht selbstverständlich, wenn Bürgerinnen und Bürger bereit sind, sich im Ehrenamt zu engagieren. Die gesamte Einwohnerschaft profitiere vom Tun und Wirken derer, die sich zum Teil über Jahrzehnte uneigennützig in ihrer Freizeit engagieren. Der Gemeinde sei es ein großes Anliegen, deutlich zu machen, wie wichtig und wertvoll diese Arbeit ist. Der Bürgermeister zitierte den früheren Bundespräsidenten Horst Köhler, der in einer zunehmend globalisierten Welt dazu aufrief, die Heimat zu stärken: „Heimat gibt Sicherheit in einer unübersichtlichen Welt; schätzen und pflegen wir unser Zuhause. In der Welt der Globalplayer ist es wichtig, in der Heimat Wurzeln schlagen zu können“. Die ehrenamtliche Arbeit stärke unsere Heimat und sei ein wesentlicher Mosaikstein, der es für viele erst ermögliche, Wurzeln schlagen zu können. Eine aktuelle Befragung der Bertelsmann Stiftung bescheinige den Baden-Württembergern einen starken gesellschaftlichen Zusammenhalt. Das Engagement vieler Menschen im Verein, in der Kirche, der Schule, in den Kindertageseinrichtungen, im Forum der Generationen und beim Projekt Bürgerbus trage wesentlich zum Wohlfühlfaktor in unserer Gemeinde bei. Mit einem herzlichen Dank für diese wichtige Arbeit verband der Bürgermeister den Wunsch „bleiben Sie dabei“. Mit dem Dank an alle Beteiligten für die Vorbereitung und Durchführung des Abends machte Bürgermeister Martin Fritz die Bühne frei für das Duo Hillu‘s Herzdropfa, das mit dem Programm „Hut ab“: – D’Albschwoba kommat“ für eine ausgelassene Stimmung sorgte. Hillu Stoll und Franz Auber begeisterten als Lena und Maddeis mit ihrem bodenständig schwäbischem Dialekt die Zuhörer. Dabei bekamen die „Heckascheißer“ aus dem Stuttgarter Raum ebenso ihr Fett weg wie die Beamten. Mal kernig, mal hintersinnig und auch in Versform hielten die schwäbischen Mundart- Kabarettisten mit ihren Alltagsgeschichten dem Publikum den Spiegel vor. Die Rolle als bäuerliches Ehepaar von der Alb schien den beiden auf den Leib geschneidert. Ein ums andere Mal gingen Lachsalven durch das Publikum, das sich über die zahlreichen Sprüche köstlich amüsierte. Nebenbei konnte man erfahren, wie man früher jungen Spatzen das Fliegen beigebracht hatte. Das Wort „Schnezengalgelen“ war von den meisten Zuschauern bislang unbekannt. Mit viel Beifall verabschiedete das begeisterte Publikum die beiden Mundart-Kabarettisten, nicht ohne ihnen vorher noch eine Zugabe abzuringen.

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