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Aus der Sitzung des Gemeinderates vom 27.07.2020:

Gemeinderat stellt Eröffnungsbilanz fest

Beteiligung an Interkommunaler Zusammenarbeit

In seiner letzten Sitzung vor der Sommerpause stellte der Gemeinderat die Eröffnungsbilanz der Gemeinde zum 01. Januar 2018 fest. Damit ist ein weiterer Meilenstein in der Umstellung des Rechnungswesens von der Kameralistik auf das Neue Kommunale Haushalts- und Rechnungswesen (NKHR) vollzogen. Die Eröffnungsbilanz mit einer Bilanzsumme von rund 25 Mio. Euro bildet die Grundlage für die Rechnungsabschlüsse der Haushaltsjahre 2018 und 2019, die bislang zurückgestellt wurden. Im April 2014 startete das Umstellungsprojekt gemeinsam mit den Nachbargemeinden Bempflingen, Riederich und Grafenberg, um frühzeitig die Vorgaben des Landesgesetzgebers zu erfüllen. Dieser setzte hierfür eine Frist zum 01. Januar 2021. Voraussetzung für die Erarbeitung der Eröffnungsbilanz war die Bewertung sämtlicher Vermögenswerte der Gemeinde. Nahezu 1.400 Einzelbewertungen (u.a. Grundstücke, öffentliche Einrichtungen und Gebäude, Straßen, Spielplätze und Fahrzeuge) mussten einer genauen Betrachtung unterzogen werden. Bürgermeister Martin Fritz bezeichnete das Projekt nicht nur als Fleißarbeit, sondern verwies auf die Notwendigkeit, sich in eine für die Verwaltung neue Materie einzuarbeiten, mit der auch die Umstellung auf eine neue Software verbunden war. Er dankte daher Kämmerer Eduard Baier und seinem Team, bezeichnete die Zusammenarbeit mit den am Projekt beteiligten Gemeinden als gutes Beispiel für die Kommunale Zusammenarbeit. Auch der Gemeinderat sparte nicht mit Lob und hob hervor, dass das erwirtschaftete Vermögen der Gemeinde auch darauf zurückzuführen sei, dass die Verwaltung in der Vergangenheit engagiert gearbeitet und Fördertöpfe ausgeschöpft habe. Einstimmig beschloss das Gremium daher die Feststellung der vorgelegten Eröffnungsbilanz. Interkommunale Zusammenarbeit als Zukunftsthema Mit der Beschlussfassung zur Beteiligung an einer gutachterlichen Untersuchung zur Interkommunalen Zusammenarbeit zwischen den Gemeinden Beuren, Frickenhausen, Großbettlingen, Kohlberg und der Stadt Neuffen richtete der Gemeinderat den Blick in die Zukunft. Die Nachbargemeinden hatten bereits beschlossen, die Firma IMAKA mit einer entsprechenden gutachterlichen Untersuchung zu beauftragen. Deren Geschäftsführer Hans Dieter Boss erläuterte dem Gremium die Themenfelder und stellte die Vorgehensweise vor. Angesicht zunehmend komplexer Aufgabenfelder und der damit einhergehenden Spezialisierung war der Gemeinderat einhellig der Auffassung, sich an dem Projekt zu beteiligen, um die Aufgaben der Zukunft wie z.B. die Digitalisierung und des Klimaschutzes voranzutreiben. Hierfür sollen verbindliche Strukturen geschaffen werden, ohne den bürokratischen Aufwand zu erhöhen. Sanierung des Kanalsystems Die Eigenkontrollverordnung schreibt den Kommunen vor, das Kanalsystem zu untersuchen und schadhafte Stellen nach Priorisierung aufgrund verschiedener Schadensklassen zu sanieren. Bereits im Jahr 2013 hatte der Gemeinderat das Büro SI Beratende Ingenieure (Weilheim) beauftragt, rund 50 Prozent des gemeindeeigenen Kanalnetzes untersuchen zu lassen und eine entsprechende Bewertung durchzuführen. In einem Stufenkonzept wurden seither erste Maßnahmen abgearbeitet. Auf Basis der erarbeiteten Grundlagen hat das Ingenieurbüro weitere Kanalsanierungsarbeiten ausgeschrieben, die der Gemeinderat nunmehr an den günstigsten Bieter beauftragte. Das Kostenvolumen beläuft sich auf rund 100.000 Euro. Die Arbeiten sollen noch im Jahr 2020 zur Ausführung kommen. Bürgermeisterwahl am 13. Dezember  Zur Vorbereitung der Bürgermeisterwahl am 13. Dezember wurde nach den Bestimmungen des Kommunalwahlgesetzes der Gemeindewahlausschuss gebildet. Neben Bürgermeister Martin Fritz als Vorsitzendem kraft Gesetzes wurden sechs Mitglieder des Gremiums einstimmig gewählt. Dem Gemeindewahlausschuss obliegt die Leitung der Gemeindewahlen und die Feststellung des Wahlergebnisses. Der Termin für die Ausschreibung der Stelle wurde bereits in einer früheren Sitzung auf den 18. September 2020 bestimmt. In Bezug auf eine Veranstaltung zur Vorstellung der Kandidaten/innen wurde in Zusammenarbeit mit der Nürtinger Zeitung als Termin der 20. November 2020 ins Auge gefasst. Offene Kinder- und Jugendarbeit Mit der Zustimmung zu einem neuen Vertrag mit dem Kreisjugendring Esslingen e.V. zum Betrieb einer Einrichtung der Offenen Kinder- und Jugendarbeit nach den Bestimmungen der Landkreisförderung im Rahmen des „Esslinger Modells“ wurde die bewährte Zusammenarbeit mit dem Kreisjugendring auf eine neue vertragliche Grundlage gestellt. Der Kreisjugendring ist wichtiger Partner im Forum der Generationen und im Bereich der Schulsozialarbeit. Bauhofleiter Rolf Kühfuß verabschiedet  Zu Beginn der Sitzung wurde der langjährige Bauhofleiter Rolf Kühfuß in den wohlverdienten Ruhestand verabschiedet. Bereits zum 01. April 2020 hatte er seine Berufslaufbahn bei der Gemeinde beendet und ist damit in einen neuen Lebensabschnitt eingetreten. Aufgrund der besonderen Umstände konnte die offizielle Verabschiedung erst in der jüngsten Sitzung im Panoramasaal des Forums der Generationen erfolgen. Zum 01. Januar 1996 war Rolf Kühfuß in die Dienste der Gemeinde Großbettlingen eingetreten und hat ab September 1997 die Leitung des gemeindlichen Bauhofes übernommen. 
Bürgermeister Martin Fritz würdigte das Wirken des ausgeschiedenen Mitarbeiters in nahezu 25 Jahren und ging auf die vielfältigen Tätigkeiten und Projekte ein, die der scheidende Bauhofleiter aufgrund seiner beruflichen Qualifikation ausgeführt hatte. Beispielhaft nannte er die Instandsetzung von Brücken, der Treppen und Wege im Bereich des bettlinger forums und der Schule sowie die Instandsetzung des Waldhauses der Kita Am See und die Tätigkeiten im Rahmen der Organisation des Winterdienstes. Die Aufträge auf dem Rathaus könnten unterschiedlicher nicht sein, so der Bürgermeister. Auf Rolf Kühfuß sei immer Verlass gewesen. „Wenn die Schreibtischtäter manchmal keinen Rat wissen, war und ist der Bauhof gefragt, der dann oft eine Lösung findet“. Die Gemeinde bedanke sich daher bei Rolf Kühfuß ganz herzlich für seine engagierte Mitarbeit über eine so lange Zeit. Mit seiner ruhigen Art habe er ein vielfältiges Aufgabengebiet gemeistert und Arbeiten auch außerhalb der Arbeitszeit erledigt. Mit dem Dank auch in Namen des Gemeinderats und der Bürgerschaft überreichte Bürgermeister Martin Fritz Rolf Kühfuß ein Geldgeschenk des Arbeitgebers und der Kolleginnen und Kollegen zur Anschaffung eines Fahrrades. Er verband damit die besten Wünsche für den Ruhestand. Ehefrau Anja Speer-Kühfuß wurde mit einem Blumenstrauß bedacht.

v. l. Rolf Kühfuß, Anja Speer-Kühfuß, Bürgermeister Martin Fritz

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