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Aus der Sitzung des Gemeinderats vom 11.02.2019: Erfolgsmodell Forum der Generationen

Gemeinderat erfreut über Erfahrungsbericht

Beratung über Änderungen des Flächennutzungsplanes
 
Mit den Angeboten im Forum der Generationen trifft die Gemeinde den Puls der Zeit. Im September 2017 als Nachfolgenutzung des stillgelegten Hallenbades konzipiert, erweist sich das Forum der Generationen als Erfolgsmodell. Dies zeigte sich beim Bericht von Projektleiterin Stefanie Bitzer in der öffentlichen Sitzung des Gemeinderats am Montag, 11.02.2019. In einem virtuellen Rundgang durch den Gebäudekomplex wurden die einzelnen Räumlichkeiten vorgestellt und anschaulich berichtet, wie sich die nach einem langen Bürgerbeteiligungsprozess entwickelte Konzeption mit Leben erfüllte. Wenn ein 94-jähriger mit Jugendlichen Billard spielt, sich auch Flüchtlinge am Spiel beteiligen und hinterher von dem Senior zu einem Snack im Jugendhaus eingeladen werden, ist eine der Visionen aufgegangen. Zu einem beliebten Treffpunkt entwickelt sich das Generationencafé, wo Mütter und Väter in geselliger Runde die Zeit überbrücken, bis ihre Schützlinge aus der Sportstunde oder von anderen Kursen kommen. Die Vernetzung bestehender Angebote und Raum für Neues zu schaffen, haben sich die Verantwortlichen auf die Fahnen geschrieben. Örtliche Vereine, Volkshochschule und weitere Projektpartner sind ein wichtiger Bestandteil der Konzeption, die auch die Förderung des ehrenamtlichen Engagements im Rahmen der Freiwilligen-Börse zum Inhalt hat. Bei allen Themenfeldern konnte Stefanie Bitzer Positives berichten; der Zuspruch ist so groß, dass teilweise räumliche Engpässe entstehen. Bürgermeister Martin Fritz dankte seiner Mitarbeiterin mit ihrem engagierten Team im Namen des Gemeinderats für den großen Einsatz, den das Gremium ebenfalls wie die gelungene Präsentation mit großem Beifall quittierte. Die Beratung verschiedener Änderungen des Flächennutzungsplanes der Verwaltungsgemeinschaft Nürtingen stand im Anschluss auf der Tagesordnung. Bereits im Rahmen der Bürgerfragestunde hatten Anwohner des geplanten Gewerbegebiets„Rammert II“ nochmals auf ihre Einwände im Rahmen der Bürgerbeteiligung Bezug genommen und inhaltliche Fragen zu den Abstandsvorschriften gestellt. Bürgermeister Martin Fritz verwies in diesem Zusammenhang auf die Zusage der Gemeinde, die Festlegungen des späteren Bebauungsplanes so zu treffen, dass eine Verträglichkeit mit dem angrenzenden Wohngebiet gewährleistet ist. In der anschließenden Beratung des Tagesordnungspunktes wurde aus der Mitte des Gemeinderates darauf hingewiesen, dass heute schon bestehende Gewerbegebiete an die Wohnbebauung direkt angrenzen. Außerdem wurde die Notwendigkeit bekräftigt, die strategische Entscheidung für einen weiteren Planungshorizont von 15 Jahren zu treffen, um den örtlichen Gewerbebetrieben Entwicklungsmöglichkeiten zu bieten, wie dies in den vergangenen 20 Jahren mit dem Gewerbegebiet „Rammert I“ erfolgt sei. Bürgermeister Martin Fritz ergänzte hierzu, dass bereits vier Anfragen aus dem Ort vorliegen, darunter auch der Bedarf für ein Bürogebäude, das sich durchaus mit der angrenzenden Wohnnutzung vertrage. Die Beschlussfassung über die Abwägung der eingegangenen Stellungnahmen auf der Grundlage eines ausführlichen Abwägungsvorschlags erfolgte daraufhin einstimmig. Auch zur geplanten Umwandlung einer Gewerbefläche im Bereich Heerweg / Scheidwasenstraße in eine Sonderfläche „Pflegeheim“ gab es kritische Nachfragen in der Bürgerfragestunde wegen möglicher Restriktionen in Bezug auf die Lärmentwicklung durch die angrenzenden Sportanlagen. Auch hier verwies der Bürgermeister auf die notwendigen Untersuchungen im Zuge der anstehenden Verfahren. Stromlieferung 2020 bis 2022 Seit 2008 nimmt die Gemeinde an den Bündelausschreibungen für Stromlieferungen durch die Service-Dienstleistungsgesellschaft des Gemeindetags Baden-Württemberg teil. Seit dem Jahr 2011 wird für alle Anlagen in der Gemeinde auch Ökostrom bezogen. Mit der 18. Bündelausschreibung für die Jahre 2020 bis 2022 bietet die GT-Service GmbH eine weitere Betreuung an. Der Gemeinderat beschloss einstimmig, an der erneuten Bündelausschreibung auf der Grundlage der seitherigen Vereinbarungen wiederum teilzunehmen. Bei einem Stromverbrauch von jährlich rund 520.000 Kilowattstunden hatte sich diese Vorgehensweise in der Vergangenheit bewährt. Kommunalwahlen Mit der Wahl der Mitglieder des Gemeindewahlausschusses schuf der Gemeinderat die formalen Voraussetzungen für die Durchführung der Kommunalwahlen am 26.05.2019. Wegen der gleichzeitig stattfindenden Europawahl wurde wiederum festgelegt, die Kindertageseinrichtungen und das Rathaus am 27.05.2019 zu schließen, um die umfangreichen Wahlauswertungen vornehmen zu können. Dem Gemeindewahlausschuss wurden gleichzeitig die Aufgaben des Briefwahlvorstandes übertragen. Radweg vor dem Durchbruch Seit nahezu 14 Jahren ist die Schaffung einer Radwegverbindung von Frickenhausen-Tischardt über Großbettlingen nach Nürtingen ein Thema. Die Planungen hatten sich immer wieder wegen Umweltgutachten, Artenschutzuntersuchungen und personellen Engpässen beim zuständigen Regierungspräsidium Stuttgart verzögert. Inzwischen scheint jedoch die Umsetzung des Projekts, für das die beteiligten Kommunen Frickenhausen und Großbettlingen mit der Vergabe der Planungsaufträge in Vorleistung getreten sind, in greifbare Nähe zu rücken. Bürgermeister Martin Fritz berichtete von den jüngsten Gesprächen mit dem Regierungspräsidium Stuttgart über die weitere Vorgehensweise. Es werde zeitnah ein Termin mit allen Beteiligten stattfinden. Nachdem die geplante Trasse in Teilbereichen auf Gemarkung der Stadt Nürtingen verläuft, müssten noch Gespräche über den Grunderwerb geführt werden. Darüber hinaus gebe es Überlegungen, den Radweg nach Grafenberg weiter zu führen. Wegen der Zuständigkeit des Regierungspräsidiums Tübingen seien noch weitere Gespräche zu führen. 

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